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Manch einer schenkt Ihnen wenig Beachtung und doch sind die Reifen eines der wichtigsten Bauteile an einem Fahrrad. Der Reifen ist das Kontaktstück zwischen Fahrer und Boden. Auf einer kleinen Fläche, etwa von der Größe einer Postkarte, übertragen sie Bremskräfte, Beschleunigungsenergie sowie die Richtungswechsel. Einen guten Reifen nimmt man in der Regel gar nicht so wahr. Ein schlechter Reifen dagegen führt neben mangelnder Sicherheit bei schlechten Wetterverhältnissen oftmals auch zu einer negativen Veränderung des Fahrverhalten des Rades.

Wir sagen dir, was bei der Auswahl des passenden Reifens neben der Marke 😉 zu beachten ist. 

 

  1. Die Größe

Neben der Reifengröße in Zoll (z. B. 27.5 Zoll) ist auch die Reifenbreite entscheidend, da die Felge, die Gabel und/oder der Hinterbau die Auswahl begrenzen. Angegeben wird die Reifengröße entweder in Zoll (27.5 x 2.35) oder in ETRTO (z. B. 60-584, Europäischen Reifen- und Felgennorm, European Tire and Rim Technical Organization). Bei der ETRTO Größenbezeichnung wird die Breite (60 mm) und der Innendurchmesser des Reifens (584 mm) angegeben – eine eindeutige Bezeichung, an Hand derer die Felgengröße klar zugeordnet werden kann.
Die Zollnagaben dagegen sind nicht so eindeutig und klar. 26 Zoll können je nach Fahrradtyp unterschiedliche Durchmesser zugeordnet werden (Durchmesser 559 mm MTB, 571 mm Triathlon und 590 mm holländische Tourenräder).
Im MTB Sport sind die Zollangaben geläufiger, daher werden diese auch auf allen Reifen angegeben.

Reifeninnendurchmesser und Felgenschulterdurchmesser müssen übereinstimmen, damit der Reifen richtig auf der Felge sitzt – ein Reifen mit der ETRTO 37-622 passt z. B. auf eine Felge 622 x 19C.
Auch die Reifenbreite und der Felgeninnenmaulweite müssen übereinstimmen.

  1. Profil

Das Profil entscheidet über die Traktion und über den Rollwiderstand. Daher haben City/Trekking Fahrräder in der Regel ein eher geschlossenes Profil, da diese auf Asphalt oder anderen festen Untergründen vorteilhafter sind als MTB Reifen mit einem offenen Profil.
Diese wiederum zeichnen sich auf weichen, losen Untergründen aus. Aber auch hier gilt zu beachten, was und wie man fährt. Im Downhill-/Endurosport sind die Stollen größer und häufig freistehender als im Cross-Country-Sport.
Für SUV-Bikes sind die MTB Reifen so konzipiert, dass das Mittelprofil geschlossener wirkt, während die Außenstollen freistehend, um im Gelände, besonders in den Kurven, bestmöglichen Grip bieten, während man auf Straßenbelägen wenig Rollwiderstand erfährt. 

  1. Die Mischung

Oder auch Compound. In der Regel werden verschiedene Gummistoffe miteinander gemischt – um die verschiedenen Eigenschaften eines Reifens, die oftmals konkurrieren, unter einen Hut zu bringen und einen optimalen Kompromiss zu finden. Diese Eigenschaften sind Rollwiderstand, Haftung, Abtrieb und Haltbarkeit.

Wir verwenden z. B. bei unserem Dual Control Compound eine härtere Mischung auf der Lauffläche, um weniger Rollwiderstand und mehr Haltbarkeit zu gewährleisten sowie eine weichere Mischung an den Seitenstollen, die eine gute Haftung in den Kurven bietet.

Wenn du am Vorder- und am Hinterrad zwei unterschiedliche Reifenmodelle fährst, dann sollte der Hinterradreifen immer die härtete Gummimischung aufweisen.

  1. Die Karkasse

Wenn es um die Reifenhülle, die Karkasse geht, liest du Angaben wie 72 TPI (oder EPI, Ends per Inch, Threads per Inch). Damit wird die Dichte des Karkassengewebes angegeben. Wir bieten Karkassen von 24 bis hin zu 120 TPI an.
Je höher die TPI Zahl ist, desto engmaschiger und hochwertiger ist eine Karkasse. Feinere Karkassen bieten einen geringeren Rollwiderstand und bieten einen besseren Pannenschutz (dazu später mehr). Als optimaler Kompromiss zwischen niedrigem Gewicht und höherer Robustheit gilt eine 67 TPI Karkasse.

  1. Der Pannenschutz

Wie zuvor angedeutet, spielt die Karkasse eine wichtige Rolle. Karkassen mit höherer Fadendichte (höhere TPI/EPI-Zahl) sind schwerer zu durchstechen. Ab einer TPI-Zahl von ungefähr 127 sind die Fäden allerdings zu fein und damit nicht mehr so stabil.

Einen höheren Pannenschutz bieten ein Pannenschutzgürtel, wie nennen es B-Proof, unter der Lauffläche. Hier wird ein Gummi-/Aramid-Gürtel mit einer Stärke von 3 oder 5 mm verwendet. Dieser liegt zwischen Lauffläche und Schlauch und schützt somit vor einem Durchstich, also einer Reifenpanne.
Für manch einen lohnt sich auch die Überlegung eines Inserts, wie z. B. die Mefo Fahrrad Mousse.

  1. Der Luftdruck

Gelegentlich beanstanden Kunden, dass Reifen rissig werden. Dies liegt meist an einem zu geringen Luftdruck während der Fahrradlagerung, denn auch hier spielt der Luftdruck eine Rolle. Sind die Reifen über Monate platt, wird das Reifenmaterial beansprucht und es kommt zur Rissbildung.
Aber natürlich ist der Druck auch für das Fahrverhalten entscheidend, weshalb der Luftdruck regelmäßig überprüft und ggf. korrigiert werden sollte. Durch zu hohen Druck springt der Reifen regelrecht, bei zu niedrigem Druck walkt er. Auch das Pannenrisiko ist bei zu niedrigem Luftdruck höher.  Besonders für sportliche Fahrer ist es wichtig, den richtigen Luftdruck für das eigene Fahrverhalten herauszufinden. Auf der Reifenflanke sind Empfehlungen zu finden. 

Mittlerweile drängen auch Bluetooth Reifendruckkontrollsystem wie der AIRsistant auf den Markt, wie man sie aus dem Auto kennt. Sie sind eine lohnende Ergänzung, damit mit immer optimal unterwegs ist.

  1. Schlauch oder Tubeless

Eine Philosophiefrage. Der Schlauch kann einfach getauscht werden, wenn er kaputt ist, man muss aber auf Touren immer Ersatz dabeihaben.
Die Tubeless Montage ist etwas aufwendiger, beim Tausch des Dichtmittels flucht der eine oder andere schon mal. Dafür bieten Tubeless betriebene Reifen weniger Rollwiderstand, höheren Grip und mehr Pannenschutz. Mountainbiker fahren häufig Tubeless, ohne einen „Snakebite“ im Schlauch fürchten zu müssen, bei dem der Schlauch bei einem Durchschlag von den Felgenhörnern beschädigt wird.

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, ob er mit Schlauch oder Tubeless fährt. Wie alles im Leben haben beide Varianten Ihre Vor- und Nachteile.

Solltest du nicht wissen, welcher Reifen der Richtige für dich ist, kannst du uns jederzeit kontaktieren. Unser freundliches Personal unterstützt dich kompetent beim Kauf deiner neuen Reifen!

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AUS DER PRODUKTION

Suchen Sie nach Tipps, um das Beste aus Ihren MTB-Reifen herauszuholen? Hier sind sieben Experten-Tipps, die Ihnen helfen, den perfekten Reifen zu wählen und Ihre Fahrt zu optimieren. TPI-Reifen im Fokus: TPI steht für "Threads per Inch" und bezieht sich auf die Anzahl der Gewinde pro Zoll in der Reifenkarkasse. Erfahren Sie den Unterschied zwischen 60 TPI und 120 TPI und wie sich dies auf Ihre Fahrerfahrung auswirken kann. 60 TPI vs. 120 TPI: Ein direkter Vergleich zwischen diesen beiden Reifentypen kann Ihnen helfen, die Vor- und Nachteile jedes Modells zu verstehen. Finden Sie heraus, welcher TPI-Wert am besten zu Ihrem Fahrstil passt und welche Auswirkungen er auf die Leistung hat. TPI bei Fahrradreifen: Entdecken Sie, warum TPI eine entscheidende Rolle bei der Auswahl von Fahrradreifen spielt und wie sich verschiedene TPI-Werte auf Komfort, Haltbarkeit und Rollwiderstand auswirken können. Karkassenreifen erklärt: Erfahren Sie mehr über die Bedeutung der Karkasse bei MTB-Reifen und wie verschiedene Karkassentypen Ihre Fahrt beeinflussen können. Von Drahtkarkassen bis hin zu faltbaren Karkassen - verstehen Sie die Unterschiede und wählen Sie die richtige Option für Ihre Anforderungen. Die Bedeutung regelmäßiger Laufflächenprüfung: Warum ist es wichtig, die Lauffläche Ihrer Reifen regelmäßig zu überprüfen? Erfahren Sie, wie abgenutzte Laufflächen die Leistung und Sicherheit Ihrer Fahrt beeinträchtigen können und wie Sie potenzielle Probleme frühzeitig erkennen und beheben können. Mit diesen sieben Tipps sind Sie bestens gerüstet, um den perfekten MTB-Reifen für Ihre Bedürfnisse zu finden und Ihre Fahrerfahrung auf ein neues Niveau zu heben. Entdecken Sie die Welt des Mountainbikens mit den richtigen Reifen!
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